2006 gründete sich das Bündnis „Kein Vergessen“ anlässlich des 70. Jahrestags der Errichtung des Sinti- und Roma-Zwangslagers Berlin-Marzahn, um die Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren und das Gedenken an die Opfer des deutschen Vernichtungswahns aufrecht zu erhalten. In diesem Rahmen entstand eine umfangreiche Informationsbroschüre, sowie eine Ausstellung. Daneben fanden verschiedene Informationsveranstaltungen und Kundgebungen statt.

Anlässlich des 69.Jahrestag der Umbenennung von Straßen in Mahlsdorf und Kaulsdorf mit jüdischen Namenspatronen, die 1938, im Zuge der eingeleiteten Pogrome gegen Jüdinnen und Juden von den Nazis aus dem öffentlichen Straßenbild getilgt wurden, führte das Bündnis 2007 mehrere Infostände, Verteil- und Steckaktionen, eine Kundgebung am S-Bhf. Mahlsdorf und eine Diskussionsveranstaltung in der Alice-Salomon-Fachhochschule durch. In Hellersdorf wurden Marzahn-Hellersdorfer BürgerInnen durch das Verteilen einer Informationsbroschüre seit Februar 2007 über die politischen Hintergründe der Umbenennungen aufgeklärt und die Problematik in die Öffentlichkeit getragen.