3. Antifaschistisches Filmwochenende im Thalia Programmkino am 21. & 22. Mai
Unsere Ausstellung über das Sinti und Roma-Zwangslager Berlin-Marzahn wird am 21. & 22. Mai 2011 auf dem 3. Antifaschistischen Filmwochenende im Potsdamer Thalia Programmkino zu sehen sein.
Ankündigungstext:
Wer kennt sie nicht, die Stereotype über Sinti und Roma, meist verachtend Zigeuner genannt: Sie würden betteln, stehlen und umherziehen. Dabei sind heute fast alle in Deutschland lebenden Sinti und Roma sesshaft und nicht alle betreiben ein Wandergewerbe. Ihr jahrhundertealtes Nomadenleben war vor allem gesellschaftlich bedingt, denn in den meisten Staaten und zu allen Zeiten wurden sie ausgegrenzt und vertrieben. Nach 1933 wurden Sinti und Roma zur Sesshaftigkeit gezwungen, erbbiologisch erfasst, in Konzentrationslager eingewiesen, zur Zwangsarbeit eingesetzt, sterilisiert und ermordet. Ihre gesellschaftliche Ausgrenzung und Vertreibung setzt sich bis heute fort. Die Ereignisse in Frankreich im letzten Jahr sind nur ein Beispiel dafür.
Das Thalia Programmkino und die VVN-BdA Brandenburg zeigen anlässlich des 66. Jahres der Befreiung Filme, die sich mit der nationalsozialistischen Verfolgung der Sinti und Roma auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen des Völkermordes auf die betroffenen Familien und die nach 1945 anhaltende Diskriminierung. Doch zugleich ermöglichen sie auch einen Eindruck von dem Leben, das die Familien vor der Verfolgung geführt haben. Einen – mitunter humorvollen – Blick in die heutige Kultur der Sinti und Roma werfen die in den letzten zwei Jahrzehnten entstandenen Spielfilme.
Das ausführliche Programm finden Sie hier.